Meshing medial presentation, ClaudeHildes work is questioning proposals and schemes of identity in the western world. The focus is on gender identities: these are reflected as socio-cultural and political categories, staged and deconstructed in the process.
The works complement and comment on each other, the visit of the exhibition becomes the all over experience of art while constantly changing through the artist's interactive performance. Thematically, the works combine existing social debates on normativity, self-determination and the performance of genderidentities through the taboo phenomenon of revirginization. In the three-channel film installation C + H = CH gender-specific image stereotypes are juxtaposed to the construction of an oversized hymen (also called Vaginal Corona, formerly maiden skin) made of liquid latex.
Through this hymen, a third gender is born. The stereotyped representation of the binary gender order is broken. The exhibition facilitates an encounter with the hymen in the filmic three-chanel installation but it is also installed in the gallery. The Hymen appears as an oversized, interactive sculpture that has to be cut open by the visitors when entering the film installation C + H = CH.
The German-French artist Julia Thurnau, who lives and works in Berlin - she may be known to many as an actress from international film, television and theater productions - studied fine arts with the renowned video artist Hito Steyerl at the University of the Arts in Berlin and performance with the institutional critic Andrea Fraser at the Academy of Fine Arts in Munich where she was a member of the fotografie Class.
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https://www.pinkdot-life.de/claude-hilde?page_id=2899
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Die Galerie Orange eröffnet am 28.2.21 um 15 Uhr die Ausstellung
„(Broken) Hymen Reconstructed“ der Künstlerin ClaudeHilde.
Gefördert von: STIFTUNGKUNSTFONDS / NeustartKultur, Kuratiert von Gwendolin Kaesdorf.
Die Galerie Orange präsentiert Werke ClaudeHildes a.k.a. Julia Thurnau aus den Bereichen Performance, Fotografie, Skulptur, Installation und Film. Die ausgestellten Arbeiten hinterfragen in ineinandergreifenden medialen Präsentationsformen Identitätsangebote und -entwürfe der westlichen Welt. Der Fokus der Werke liegt dabei auf Geschlechtsidentitäten: diese werden als gesellschaftlich-kulturelle und politische Kategorien reflektiert und im Prozess der Ausstellung verschieden inszeniert und dekonstruiert. Die Werke der Ausstellung ergänzen und kommentieren sich gegenseitig und der Ausstellungsbesuch wird zur Erfahrung eines Gesamtkunstwerks, das sich durch die Performances der Künstlerin wie die Interaktionen des Ausstellungspublikums beständig wandelt.
Thematisch verbinden die Werke bestehende gesellschaftliche Debatten zur Normativität, Selbstbestimmung und Performanz von Geschlechtsidentitäten mit dem tabuisierten Phänomen der Revirginisierung.
In der dreikanaligen Filminstallation „C+H=CH“ führt dies zu einer Gegenüberstellung von geschlechterspezifischen Bildstereotypen mit der Konstruktion eines überdimensionalen Hymen (Jungfernhaut oder vaginales Corona) aus Flüssiglatex. Durch dieses Hymen so sei bereits verraten, wird am Ende des Loops ein drittes Geschlecht geboren und damit die stereotypisierte Darstellung der binären Geschlechterordnung durchbrochen.
Das Hymen aus Flüssiglatex begegnet der Ausstellungsbesucher_in aber nicht nur im filmischen Medium, sondern ist auch als überdimensionale Plastik in der Galerie installiert. „(Broken) Hymen“ tritt hier als interaktive Skulptur in Erscheinung, welche von den Besucher_innen aufgeschnitten werden muss, sofern diese die Filminstallation „C+H=CH“ betreten möchten.
Die in Berlin lebende und arbeitende deutsch-französische Künstlerin Julia Thurnau - vielen mag sie als Schauspielerin aus internationalen Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen bekannt sein - studierte Bildende Kunst bei der renommierten Videokünstlerin Hito Steyerl an der Universität der Künste in Berlin und Performance bei der amerikanischen Institutionskritikerin Andrea Fraser an der Akademie der Bildenden Künste München.
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