„Die Monosau“ von Jonathan Meese an der Volksbühne Berlin ist ein anarchisches Kunst-Spektakel. Meese selbst bezeichnet es als „Episodenroman on the Rocks“ und inszeniert es als garantiert regiefreien Abend, der bewusst jede Form äußerer Bevormundung ablehnt. Das Stück, das 2023 und 2025 in der Volksbühne gezeigt wurde, ist geprägt von Sprachmontagen, Bühnenpartys und einer radikalen Ablehnung politischer, religiöser oder geschmacksbetonter Doktrinen.
Mit unserer invasiven Werbekampagne für „Artist at Work“ betreten wir als Kollektiv ClaudeHilde das Stück – nicht als Störfaktor, sondern als aktive Intervention. Wir entern die Inszenierung, um die Grenzen zwischen Kunst, Werbung und öffentlichem Raum bewusst zu verwischen. „Artist at Work“ steht dabei für eine künstlerische Praxis, die sich gezielt in bestehende Systeme einklinkt. Unsere Aktion ist eine bewusste Provokation: Wir nutzen die Mechanismen der Werbung, um auf die Omnipräsenz invasiver Marketingstrategien hinzuweisen und gleichzeitig die Volksbühne als Ort der freien Kunstproduktion zu besetzen.